Name: Holger Maiwald, in einschlägigen Foren auch als Rennhamster Holger oder Holger I. bekannt :-)
Baujahr: 1970, Waschechter Düsseldorfer
Familienmensch: wohne mit meiner Frau Nico(la) und meinen beiden Söhnen Linus (`03) und Arno (`04) in Oberkassel.
Hobbys außer laufen: gitarrenlastige Musik (von Folk bis Metal), Modelleisenbahnen
Ich laufe seit 2001 - immer lieber lange Strecken, auch mitunter über die Marathon-Distanz hinaus. Bei den Hamstern bin ich einer der laufverrücktesten...
Ich finde, dass es wichtig fürs Laufen ist, konkrete und messbare Ziele zu haben - sonst bleibt die Motivation ganz schnell auf der Strecke. Das besondere am Laufen als Wettkampfsport ist die nette Atmosphäre zwischen den Sportlern auch verschiedener Vereine und Teams einerseits, zwischen Zuschauern und allen Läufern andererseits - das habe ich bislang bei keiner anderen Sportart in dieser Form kennengelernt.
Ich laufe gerne auch mit anderen Läufern/Läuferinnen zusammen, vor allem die längeren Strecken. Für eine Terminabsprache bin ich unter holger.maiwald@easy.de erreichbar. Mein wöchentliches Trainingspensum liegt im Schnitt bei 70 - 100km, verteilt auf fünf bis sechs Trainingseinheiten pro Woche.
Warum Laufe ich?
Das ist die schwere Frage, auf die es nur völlig subjektive Antworten geben kann. Meine persönliche Motivation deckt sich nur teilweise mit der anderer Läufer und darf nicht als Rennhamster-Statement missverstanden werden!
Warum tu ich's also?
+ Weil ich's kann!
+ Um fit zu bleiben
+ Um nicht zu fett zu werden
+ Um meinen Kindern ein gutes Vorbild zu sein
+ Um meine Hausärztin in ihrer Ansicht, dass ich 100 Jahre alt werde, zu bestätigen
+ Weil es immer noch eine Bestzeit gibt die ich knacken will.
+ Dadurch, dass ich mich immer wieder an meine Grenzen herantaste, schiebe ich die weiter nach außen.
+ Wettkämpfe laufe ich nicht aus Spaß – sondern der Spannung wegen. So wie man einen Krimi nicht kuckt, weil er lustig ist, sondern weil er spannend ist. Ich musste 7 Jahre laufen, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen!
+ Vielleicht spielt auch ein bisschen Narzismus hinein, aber ich behaupte mal, dass die erkämpfte Anerkennung eher ein angenehmer Nebeneffekt ist.
Laufanekdoten
Im Laufe der Jahre sind mir schon einige Dinge passiert:
- Der wohl abgefahrenste Lauf, an dem ich je teilgenommen habe, war der Untertagemarathon im thüringischen Sondershausen. 4 Runden von je 10,5 Kilometern Länge, 700 Meter unter der Erde, bei 25° und 30% Luftfeuchtigkeit; pro Runde galt es 300 Höhenmeter zu überwinden. Schade, dass ich nach 3 Runden aufgeben musste, aber den Lauf werde ich nie vergessen.
- Mein Idol: bei den 24h-Meisterschaften von Scharnebeck hatten Lothar, Stefan und ich vorzeitig abgebrochen. Wir saßen völlig erschöpft am Rande der Strecke, als kurz vor Ende des Laufes Horst Feiler an uns vorbeilief. Lief, nicht kroch oder so! Gut, er hatte 25 Kilometer weniger geschafft als ich - ist aber schlappe 50 Jahre älter als ich! Im zarten Alter von 85 Jahren hat er einen neuen deutschen Altersklassenrekord aufgestellt - einen, den es vorher noch gar nicht gab!
- Neulich lief ich am Rhein entlang und kam mit einem Radfahrer ins Gespräch, der neben mir her fuhr. Der gute Mann ist bereits 80 und fährt jeden Tag Fahrrad; im Urlaub dürfen es dann auch mal 80 Kilometer sein. Dabei ist er seit 50 Jahren Diabetiker. Nur nicht unterkriegen lassen, ich bewundere so Leute.
- Als Linus noch klein war, habe ich ihn häufig im Kinderwagen beim Laufen vor mir hergeschoben. Anfangs ist er dabei meistens schnell eingeschlafen und hat tief und fest geratzt. Bei einem unserer ersten Läufe ging es über eine holprige Straße (Am Bauenhaus), aber trotz der Schlaglöcher hat sich das Baby nicht bewegt. Da habe ich angehalten aus Angst, dass ihm etwas passiert wäre, war aber dann sehr beruhigt, als ich sah, dass er ruhig atmete. Wenn ich ihn jetzt betrachte - neee, geschadet hat es ihm wohl nicht...
- Apropos Kinderwagen - da gibt's noch den Rennhamster Udo, aka Ultraerpel, meinen Ultralaufmentor. Kennengelernt habe ich ihn, als ich noch ein Rookie war und in Leverkusen beim 10km Lauf mich über eine neue Bestzeit freute. Eine Minute nach mir kam Udo ins Ziel - einen Zwillings-Babyjogger vor sich herschiebend. Ja, so relativiert man seine eigenen Leistungen:-)
- Seit dem mich die beste Ehefrau von allen in Biel 2008 auf dem Fahrrad begleitet hat, kann sie meine Lauferei nachempfinden. Das ist nur möglich, wenn man sich selbst auch schindet - und untrainiert 100km durch die Nacht zu radeln ist Schinderei. Seitdem ist das Laufen nichts mehr was uns trennt, sondern etwas, was uns verbindet. Erklären kann man nicht, was bei so einem Lauf in einem Läufer abgeht, das muss man am eigenen Leib erleben.
- Ach so, und da war noch mein erster Lauf. 2000 hatte ich noch nicht ernsthaft ans Laufen gedacht und bin mit zwei Freunden und deren Vater durch die Eifel gejoggt. Nach etwa fünf Kilometern haben die beiden mich an einer langen Steigung derbe verhungern lassen. Die Strecke laufe ich alle paar Monate und muss jedes Mal daran denken, wie mir dort die Puste ausgegangen ist.
- Einer der beiden Freunde aus der Eifel ist Martin. Mit dem bin ich im April 2008 zusammen in Heidelberg den Halbmarathon gelaufen. Er war völlig aus dem Training und hatte auch gerade erst die Folgen eines schweren Unfalls verkraftet, dehalb sind wir den Lauf für meine Verhältnisse sehr entspannt angegangen. Martin hat sich sehr gefreut, dass ich den ganzen Lauf mit ihm zusammen absolviert habe - verzeiht mir aber nicht, dass ich zwei Kilometer vor Ziel ein angotenes Freibier angenommen habe *gr*
Wenn ich so ins Nachdenken komme, dann fallen mir noch so manche Kuriositäten ein - ich denke, ich werde die Liste noch ein wenig erweitern...