
Pulheimer Staffel-Marathon 2010 (15.01.2009)
Am Treffpunkt Hamsterparkplatz stieg Yvi aus ihrem Auto und stellte direkt die treffende Frage: "Noch irgendwelche dummen Ideen?" Es war kalt (knapp über null Grad), windig und nieselte. Richtig blödes Wetter zum Laufen also. Trotzdem fuhren wir gemeinsam nach Pulheim um bei einem der Laufklassiker der Region zum ersten Mal seit ein paar Jahren wieder mit einer Staffel anzutreten. In den vergangenen Jahren reiste Stefan nach Pulheim um dort den Marathon alleine zu absolvieren. Dieses Jahr aber traten wir als Team auf:
Klaus: (der als Pulheimer Heimspiel hatte) eröffnete den Reigen 7,2km,
Yvi 5km
Alex 10km
Lars (der für den erkrankten Uwe in letzter Minute eingesprungen ist) 5km
Holger Marcus (der tags zuvor noch in Nettetal die 10km gelaufen ist) 10km
Caro (als Schlussläuferin) 5km
Stefan (der Wiederholungstäter) 42,2km
Holger Maiwald 42,2km
Simone und Uwe mussten ihrer Starts krankheitsbedingt leider kurzfristig canceln.
Der Lauf ist von der Streckenführung her nicht besonders aufregend - erst eine 2,2km-Einführungsrunde durch den Rand von Pulheim und dann 8 Runden zu je 5 Kilometern über asphaltierte Feldwege und an einer Landstraße entlang. Wenige Kurven, dafür aber eine Steigung nach der Häfte der Strecke, auf der zu allem Überfluss der Gegenwind am heftigsten blies. Nach den Schneefällen Anfang des Jahres war die Strecke aber inzwischen dank Räumaktion und einsetzendem Tauwwetter quasi Schneefrei; die Regenfääle des Vortages und die heutigen Schauer lißen aber teilweise große Pfützen entstehen.
Klaus eröffnete den Reigen und rannte vor mir los; ebenfalls vor mir wähnte ich Stefan, der in den Vorwochen und -Monaten besser trainiert hatte als ich. Nach der Einführungsrunde ging es dann zum ersten Mal raus in die Felder - und direkt pfiff uns der Gegenwind entgegen. Am Ende der zweiten Runde lief ich auf Yvi auf - ich war wieder einmal zu schnell gestartet und konnte mich nicht bremsen. Nun gut, der Hammer kommt baknntlich später, er würde mich auch dieses Mal treffen - aber trotzdem war ich frohen Mutes unter 3:45 in s Ziel zu kommen. noch vor der Wechselzone hatte ich Yvi überholt, jetzt war mir Alex auf den Fersen - und Stefan irgendwo im regentrüben Grau vor mir.
Die Runden 3 und 4 verliefen regenfeucht, aber für mich ohne besondere Vorkommnisse - mal abgesehen von einem netten kurzen Plausch mit einer Läuferin vom Team bronny.de, die direkt mit 6 Staffeln angetreten waren. In Runde 5 war Lars an der Reihe, und in Runde 6 kam Holger M2 dran - spätestens der würde meine langsam schwindenden Kräfte nutzen und mich locker überholen. Ich wollte es ihm aber nicht leicht machen und habe mich immer wieder an den Läufern vor mir orientiert. Sch... was auf die, die mich überholen, aber den einen oder anderen vor mir konnte ich immer wieder einholen. Runde 7 habe ich dann die Schweinerunde getauft - ich war schon reichlich fertig, aber das Ziel war immer noch in weiter Ferne. Gedanklich hörte ich Holgers Schritte dauernd hinter mir - aber der ließ auf sich warten.
Die letzte Runde ist bei einem Mehrrundenlauf immer die Möglichkeit um mit der Strecke Frieden zu schließen - jedes Stück, was man jetzt noch absolviert muss man nicht nochmal laufen. Und dann kam das Ziel - Lars, Holger, Alex und Yvi empfingen mich dort jubelnd und meinten ich wäre zweiter geworden - unmöglich, denn vor mir war definitv noch ein mir unbekannter Läufer und Stefan musste ja auch vor mir sein, den hatte ich ja nicht überholt! Unmittelbar hinter mir kam Caro ins Ziel, es hat nicht viel gefehlt und sie hätte mich noch kurz vor dem Ziel überholt. Heute nicht - aber beim Mal! Und auch nicht weit dahinter kam Stefan an. Der war gar nicht vor mir gestartet, sondern hat das Feld von hinten aufgerollt, hat es dann aber so gerade eben nicht mehr bis zu mir geschafft. Unte'm Strich sind wir in einer Zeitspanne von nur 6 Minuten Abstand im Ziel gewesen. Die Platzierungen dabei ware auch ordentlich: Stefan und ich als 7. bzw. 4. von 38 Einzelläufern und die Staffel als 16 von 63 Mixed-Staffeln - das waren allesamt erfreuliche Ergebnisse.
An und neben der Strecke habe ich dann noch ein paar Bekannte getroffen: Conny Bullig war eine von nur vier Frauen, die das Solo gelaufen sind. Elisabeth Kraemer war eine weitere - die kennt mich aber bestenfalls vom Sehen her (wenn überhaupt. Sigi Bullig war in bwährter Manier als Coach an der Strecke und auf meiner vorletzten Runde habe ich dann noch Karl-Ernst Rösner (AK M70!) getroffen, mit dem ich letztes Jahr zusammen zum Rennsteiglauf gefahren bin.
Fotos gibt's auch noch ein paar... (Holger Maiwald)
Und es gibt noch ein paar Fotos von Lars.