
Köln Marathon (04.10.2009)
Die Anreise mit dem Zug war problemlos und sehr zu empfehlen und da ich mit Lars zusammen anreiste war sie auch sehr kurzweilig. Auf dem Bahnsteig in Düsseldorf trafen wir noch einen Niederländer, der auch auf dem Weg nach Köln, zu seinem ersten Marathon war. So war schnell ein Gesprächsthema gefunden.
In diesem Jahr sollte es endlich soweit sein, der Köln-Marathon war endlich fällig. Nach dem ich vor drei Jahren schon einmal dort starten wollte, aber am Vorabend erkrankte, stand ich nun am Start in Köln vor dem Deutzer-Bahnhof. Da das Gedränge im Startfeld (es gab 4 Blöcke) groß war, gab es um 10:50 Uhr kein reinkommen mehr in den Startblock. Folglich musste ich warten bis der rote Startblock auf die Strecke geschickt wurde.
Noch bei keinem Marathon hatte ich eine so große Differenz zwischen der Brutto- und Nettozeit. Ich brauchte über 13 Minuten, um die Startmatte nach dem Startschuss zu erreichen. Die Stimmung war heiss und der Moderator auf der Tribüne gab Alles und schickte dann ab 11:30 Uhr die Läufer blockweise auf die 42,195 km lange Strecke. Zuerst ging es über die Deutzer- Brücke wo die Zuschauer bereits in Scharen standen, um uns einen Vorgeschmack auf die Stimmung auf den bevorstehenden Kilometern zu geben. So lief ich nun die ersten Kilometer in einem Tempo von 5:45 und musste schnell zügeln, da ich mir ein Tempo von 6 � 6:20 vorgenommen hatte. Sollte es doch eine gewünschte Endzeit von 4 bis 4:30 werden. Meine Philosophie ist mittlerweile, dass ein Marathon im Wohlfühltempo viel mehr Spaß macht als ein Lauf mit voreingestelltem Tempo, kann ich doch mittlerweile auf 8 Marathons zurückblicken. Nun ging es gedrosselt (meinte ich!) weiter bis zum Kilometer 10. Dort zeigte die Uhr 56:35 Minuten, also hatte ich unmerklich wieder an Tempo zugelegt. Von dort ab wurde ich dann endlich langsamer und erreichte die Matte zum HM dann mit 2:16 Std. So sollte es sein dachte ich noch. An der Strecke wurden immer wieder einzelne Läufer durch Plakate und Zurufe angefeuert, aber auch die Allgemeinheit profitierte von der guten Stimmung an der Strecke. Leider gab es auch in Köln vereinzelte Abschnitte, an denen keine Zuschauer standen, aber das kennt man ja schon. Die Werbung durch die Veranstalter übertreibt doch immer!!!
Weiter ging es durch die Vororte auf die Matte bei Kilometer 30 zu, welche ich dann mit 2:59 Std. erreichte. Auf der Strecke fielen mir viele Kontrollmatten auf, wahrscheinlich weil es auch etliche Möglichkeiten zur Abkürzung gegeben hätte � was durch die Pendelstrecken resultierte. Wenn es schwer lief, erinnerte ich mich immer an die guten Wünsche, die mir von vielen Rennhamstern und Freunden mit auf dem Weg gegeben wurden.
Endlich kam der Dom in Sicht und das Gefühl der baldigen Erlösung stellte sich bei mir ein. Auf der Bühne hinter dem Dom feuerte uns noch einmal Guido Cantz an, den man ja aus dem TV kennt. Dann ging es endlich wieder auf die Deutzer-Brücke und dahinter auf die Zielgerade. Die Zielmatte überlief ich bei einer Zeit von 4:19 Std. und war völlig zufrieden mit meinen Leistungen und empfing die verdiente Medaille. Im Nachverpflegungsbereich gab es eine Folie zum bedecken und eine reichhaltige Verpflegung. Nach dem ich mich gestärkt hatte, ging ich den Anderen Finishern hinterher zur Messe, wo ich mich mit Lars verabredet hatte. Er war wie erwartet, schon lange dort und hatte eine Zielzeit von 3:32 Std. erreicht. Glücklich und zufrieden traten wir den Heimweg an. Mein nächster Marathon wird wohl der in Hambug in 2010 werden.